Emanzipation der Winkel: realistische Zeichnung und freies Spiel

Ich bleibe weiterhin dabei, Gegenstände abzuzeichnen und dann die geometrischen Formen „freizusetzen“ und neu auf einer zweiten Zeichnung zu arrangieren. Myriade nannte das „Beginn der Abstraktion“, und so mag es auch erscheinen, wenngleich mir etwas anderes im Sinn liegt. Ich habe mich schon öfter zu meinem Leitgedanken verbreitet, den ich „Emanzipation der Elemente“ nannte, und will mich jetzt nicht wiederholen.

Diesmal benutzte ich nicht den Kalender, sondern einen größeren Zeichenblock aus gutem Papier und ohne Linien, und zeichnete die kleine Kugelvase, Apfel und Orange, ein Messerchen, zwei Bücher und einen Lampenfuß auf dem runden Tisch.

Daraus  extrahierte ich diesmal nicht vollständige geometrische Formen, sondern kleinere Bruchstücke: Winkel und Abschnitte von Konturen. In neuen Farben und freier Anordnung erscheinen sie nun so:

Selbstverständlich gibt es fast unendlich viele Möglichkeiten der Anordnung. Es ist wie bei den Schnipseln, aus denen man ja auch viele Welten bauen kann.

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Archiv am Sonntag (12.4.2017): Revolution des Aquadukts/Licht am Ende des Tunnels

Nachgetragen am 13.4.

Jeden Sonntag steige ich hinunter ins Archiv, um zu sehen, was mich an einem Tag wie diesem in früheren Jahren beschäftigt hat. Heute landete ich im Jahr 2017 bei einem Eintrag mit einer Kohlezeichnung. Im Hinterkopf hatte ich Klees Gemälde „Aufstand des Aquädukts“ – und genau diese Arbeit von Klee spukt auch aktuell in meinem Kopf herum, wenn ich meine April-Kalenderbilder „Emanzipation der geometrischen Elemente“ zeichne.  Ich freue mich dabei über die neu gewonnene Freiheit der Elemente: sie dürfen tun und lassen, was ihnen am meisten gefällt.

Was geschieht aber auf Klees Bild, das er 1937 malte? Lobt er die Emanzipation der Pfeiler oder sieht er etwas Bedrohliches darin, wenn sich sich aus ihrer Dienerrolle „emanzipieren“ und den Aufstand üben? Sie werden sich, nach anfänglicher Konfusion, in Marschordnung begeben: Vorne weg die Anführer, dahinter, bereit sich erneut in eine dienende Rolle zu begeben, die Schwächeren. Denn immer bilden sich, wenn Elemente frei werden, nach chaotischen Zwischenzuständen neue dominante Strukturen.

Als ich am 12. April 2017  Bögen zeichnete, wollte ich dieses Bild keineswegs nachahmen, sondern irgendwie „überwinden“. Dabei rannte ich mich immer wieder fest, löschte aus, überzeichnete, ohne genau zu wissen, wohin ich wollte.

Die letzte Version zeigt eine Struktur mit zerbrochenen eisernen Bögen und Hindernissen, durch die man hinaus gelangen kann. Am Ausgang zeichnet sich ein feiner Bogen ab. Licht flutet hindurch. Ein symbolisches Bild, das aus meinem damaligen Unterbewusstsein mir eine Hoffnung für den heutigen Tag transportiert.

Ich halte an der Möglichkeit der Selbstbestimmung des Individuums fest, auch wenn ich durchaus sehe, dass das Zerbrechen der alten organischen Verbindungen (Familie, Nation, Glaubensgemeinschaft, Sitten und Gebräuche) zur Vereinzelung und damit zur Gefahr führt, dass sich neue „Führer“ der herumirrenden Einzelnen bemächtigen, um sie neuen kollektiven Strukturen einzugliedern. Der Weg der Freiheit ist schwierig, hindernisreich, es gibt da keinen einfachen Weg, denn man trifft auf Torhüter, wie sie Franz Kafka in seiner Parabel „Vor dem Gesetz“ beschreibt (1917). Der Mann vom Lande lässt sich einschüchtern, traut sich nicht, am Türhüter vorbeizugehen, stirbt schließlich, ohne einen Schritt weitergekommen zu sein. „Dieser Eingang war nur für dich bestimmt“, sagt der Torhüter. „Ich gehe jetzt und schließe ihn“.

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Ostersonntag bei Freunden auf dem Dorf

Ostersonntag fährt jeder, wenn er so was hat, zu Verwandten und Freunden aufs Land, um zu feiern. Da werden auf freien Flächen im Garten oder auch am Straßenrand lange Tische aufgebaut, darauf versammeln sich Salate, Schafsäse, Brot, Vorspeisen, Wasser und natürlich Wein. In der Regel dreht sich auch über einer großen Blechwanne ein Spieß mit einem Hammel oder Lamm sowie ein kleinerer Spieß mit den Innereien.

Langsam trudeln die Geladenen ein, bringen einen Wein, eine Süßspeise oder einen Kuchen mit. Jeder begrüßt und umarmt jeden und wünscht ihm „viele Jahre“ oder versichert, „Christus ist auferstanden“.

Das Schönste an diesen Festen ist die Integration, ohne Wenn und Aber, jeder ist Teil der Freude des Zusammenseins und des Feiern. Viel Aufwand ist nicht nötig. Jeder tut, wozu er Lust hat oder was er für sich als Aufgabe gewählt hat: für Wein sorgen, mit einem Freund plaudern, Essen zureichen, tanzen, Musik auflegen, Hund ausführen, Baby bewundern, Radschlagen und Brücke üben oder einfach nur zuschauen und genießen.

Ich machte auch einen Spaziergang in der frühlingshaften Natur, erinnerte mich an frühere Male, als ich Tito ausführte. Es ist eine landwirtschaftliche Gegend, hauptsächlich Oliven-, aber auch Maulbeerbäume. Die Oliven sind zum größten Teil sehr alt und urig.

Die Maulbeerbäume sehen auch urig aus, denn sie werden jedes Jahr total zurückgeschnitten und bekommen im Frühjahr prächtige hellgrüne Kronen.

Natürlich gabs auch etliche Blumen und Blüten, die ich fotografisch einsammelte.

Meistens tanzt man die traditionellen Rundtänze, aber gelegentlich bricht man auch die Regel und löst den Kreis in Paare auf.

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Ostersamstag-Spaziergang

Heute Nacht wird das große Fest der Auferstehung gefeiert, und ich habe die Liturgie schon in vielen Kirchen gehört. Um Mitternacht wird es dunkel, aber das Feuer, das aus der Grabeskirche nach Athen und von dort zu allen Gemeinden gebracht wurde, wandert von der einzigen Kerze am Altar weiter – von Kerze zu Kerze, von Mensch zu Mensch, bis sich das Licht überall verbreitet und alle die freudige Nachricht hören: Christus ist auferstanden, und sie antworten: Es ist wahrhaftig auferstanden.  Es ist das schönste Fest des Jahreszyklus.

Heute fuhr ich zum „Kleinen Kloster“, um zu schauen, ob esvielleicht schon offen hatte. Ich wollte nicht bei Nacht fahren. Natürlich war noch alles zu. Auch nicht schlecht, denn ich hatte Lust auf einen Spaziergang zum nächsten Dorf. Auch das Dorf war ganz still, nur ein Hund kläffte, ein paar Vögel sangen. Die Menschen bereiteten sich noch auf die Nacht vor – sie schliefen.

Das einzige, was auf Bewohnerschaft und bevorstehendes Ostern hinwies, war der frisch geweißte Straßenrand.

Diese alten Dörfer sind auch im Verfall schön. Man erkennt noch, wie prächtig sie einst waren. Diese Ruine ist ganz von der Feige überwuchert worden, und aus den leeren Fensteröffnungen schauen violette Blumenrabatten.

Die weite Landschaft – man sieht bis zu den Gipfeln des Taygetos, auf denen noch Schnee im Abendlicht aufglänzte – war von einem weichen Wolkenschleier wie eingehüllt.

Das kleine alte Kirchlein mit den riesigen Zypressen kennst du vielleicht schon aus früheren Berichten vom „kleinen Kloster“.

Ich fuhr dann die lange einsame Straße durch steiniges Olivenland langsam zurück nach Kitries und stieg vorsichtig die ausgetretene uralte Steintreppe hinunter zum Hafen. Das Meer dunkelte schon, nur ein leichtes goldenes Leuchten lag noch über dem Horizont. Die Liebesgottheit Aphrodite oder auch Venus strahlte darüber.

Schon ganz dunkel war es, als ich die Treppe wieder hochstieg. Ein junges Paar überholte mich, bot mir an, mir zu Leuchten. Die Frau öffnete die alte steinerne Kirche, bereitete sie vor für die Liturgie, die um halb zehn beginnen würde. Ich hatte die Gelegenheit, einen Blick hineinzuwerfen. Helles hölzernes Gestühl, der geschmückte Katafalk. Danke!

Frohe Auferstehung und Frieden allen Menschen guten Willens!

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Ach und wach! Herr Meier stellt sich Fragen (abc-etüde, kata-strophisch)

Notwendigkeit
authentisch
dämmern.

Das sind die drei Wörter, die Christiane von „Irgendwas ist immer“ uns für den April serviert hat, um drum herum einen Text von höchsten 300 Wörtern zu schreiben. Ich beginne mit einer resignierten Eingangsfrage

Authentisch sein! Das große Ringen

Um innre Wahrheit, echtes Sein

Wird mir das irgendwann gelingen?

Siegt nicht am Ende stets der Schein?

und lasse dann Herrn Meier zu Wort kommen. Er stellt, wie so mancher in vorösterlicher Zeit (bei uns ist Karfreitag) die Sinnfrage. Das macht ihn nicht glücklicher. Er hat wenig Übung darin und tut mir leid.

Weißt du vielleicht guten Rat, wie ihm zu helfen sei?

 

 Herr Meier stellt sich die bedeutsamen Fragen

*

„Notwendigkeit“, so klagt Herr Meier

„Hat mich von mir weit fortgebracht,

Doch bei der heilgen Osterfeier

Hab ich noch stets mein Kreuz gemacht.

*

Das war für mich schon eine Leistung

Denn bei den Leuten, die heut wichtig,

ist Frömmigkeit schon fast Erdreistung

und Kirchenschelte gilt als richtig.

*

So mach ich heimlich nur für mich

Das Kreuz, wie es die Kirche fordert.

Ansonsten folg ich ordentlich

Dem, was die Obrigkeit beordert.

*

Was soll ich tun? Mir ist ja klar,

Dass, wenn ich Eignes bei mir denke

Und dann auch sag, was für mich wahr,

ich böse Blicke auf mich lenke.

*

Bisher ging’s mir soweit ganz gut

mit meinem unscheinbaren Sein

Ich war halt stets auf meiner Hut

Und machte mich am liebsten klein.

*

Doch dämmert mir, ihr lieben Leute

Dass ich damit mein Los verfehlt.

Ich wurde meiner Vorsicht Beute

Und das ist, was mich heute quält.

*

Wär es nicht größer, wenn ich immer

Authentisch wär, ich selbst, ein Mann?

War es nicht Feigheit oder schlimmer,

dass ich nicht war, der ich sein kann?

*

Doch wer wär ich, wenn ich es wagte?

Wär ich ein Feldherr, ein Kaplan?

Wär ein Expert‘, den jeder fragte?

Wär ich vielleicht sogar Sultan?

*

Glimmt in mir drin ne Heldenseele

Die endlich sich mal äußern will?

Ich weiß es nicht, wen ich auch wähle

In meinem Innern bleibt es still.

*

Da sagt mit nichts, wer ich denn wäre

Wenn Vorsicht mich nicht hemmen tät.

In mir herrscht ’ne verdammte Leere

Und niemand hilft mir, niemand rät.

*

Drum bleib ich leider unauthentisch

Und mach mein Kreuz und bleibe stumm

Und bin mit anderen identisch

Die in der Welt so leben rum,

*

Es gibt noch zwei weitere Verse, doch Herr Meier hat mit seiner Geschwätzigkeit die erlaubten Wörter verbraucht und quasselt weiter und weiter, wie es solche Menschen eben gern tun, auch wenn ihnen niemand mehr zuhört….

 

und niemand kennt sie, niemand weiß

was sie wohl wären, wenn sie ehrlich

das täten, was sich, wenn auch leis,

im Innern regt. Sie sind entbehrlich.“

*

Herr Meier seufzt und schaut betroffen

Ins Glas, das grad erst eingeschenkt.

Hat er es denn schon ausgesoffen?

Das End‘ kommt schneller, als man denkt.

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Kalenderblätter 9.-12. April: Emanzipation der geometrischen Elemente (3)

Emanzipation bzw Unabhängigkeit der Elemente bedeutet, dass sie aus ihrer Funktion, Gegenstände oder leere Flächen dazwischen zu begrenzen, ihre Position und Farbe nach Belieben verändern können. Wer wünschte es sich nicht, aus dem Gefüge der Gesellschaft mit ihren Rollen, Funktionen und erlaubten Farben auszubrechen und frei im selbstgewählten Raum zu fluktuieren?

Das Experimentieren mit dem Wechsel zwischen „realistischer“ Zeichnung und solcher, in der die geometrischen Elemente dieser Zeichnung ihre Unabhängigkeit feiern, macht mir sehr viel Spaß. Und so bin ich im Datum schon mal vorgeprescht zum 12. April, der bei uns der Ostersonntag ist.

So ganz realistisch sind meine „realistischen“ Zeichnungen freilich auch nicht. Die geometrischen Formen proben bereits den Aufstand, längen sich, verschieben sich….Aber ihre Freiheit haben sie noch nicht erreicht.

Die bisherigen Kalenderblätter dieser Aprilserie:

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Freundliches Feuer

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Kunstbuch No 33: o χρόνος = die Zeit (Sprachlernhilfe und Neubeginn/Impulswerkstatt)

Heute abend am Kamin hatte ich Lust, noch ein Kunstbuch zu falten. Doch zu welchem Thema? Ich nahm die Lokalzeitung, die als Anzündehilfe dient, zur Hand. Das erste Wort, auf das mein Auge fiele, sollte das Thema sein. Und was war das erste Wort?

ο χρόνος = die Zeit.

Im Artikel ging es nicht um die gewaltigen Themen der Zeit, es ging auch nicht um eine Begriffsbestimmung (was ist Zeit?) und auch nicht um die Osterzeit, o nein: es ging ganz banal um Termine für Antragstellungen bei einer Behörde.

Nun war ich gespannt, was das Blättchen sonst noch zum Thema „Zeit“ bereithalten würde. Ich riss die entsprechenden Wörter aus und lieferte auch die deutsche Übersetzung sowie Kleinstillustrationen dazu. So wurde das Heft zu einer Hilfe zum Erlernen der griechischen Sprache.

Seite 1 (das Deckblatt): ich dekorierte das Wort χρόνος/hronos (Zeit) mit Osterkerze und Osterei: die sind inzwischen bei euch wohl abgebrannt bzw aufgegessen. Bei uns aber sind sie erst am Kommen.

S. 8 (Rückseite): σήμερα/simera = heute ist das Wort. Das war’s, was das Lokalblatt heute, am 8. April, zum ZEITgeschehen vorzubringen hatte. Die Acht wird  zum Unendlichkeitszeichen, wenn man sie schlafen legt.

Seite 2 μείωση/miosi = Verringerung. Ja, ja, die noch zu lebende Zeit verringert sich mit jedem Tick und jedem Tack der Uhr.

Seite 3: 67 χρόνος, 37 χρόνος: 67Jähriger, 37Jähriger.  Ein Vater hat seinen Sohn erschossen. Eine gewaltsame μείωση der Lebenszeit des Jüngeren. Warum der Alte das tat? Ich weiß es nicht.

Doppelseite 4-5:  Es geht um die künftige Generation (ανήλικοι/aniliki = Unmündige, „Unerwachsene“) und um eine geplante Gesetzgebung (νομοθεσία) – also um die Zukunft. Verboten werden soll der Verkauf von Alkoholika an Kinder und Jugendliche. Wir lernen die Wörter πώληση/polisi = Verkauf und αλκοόλ =Alkohol.

Seite 6-7: Das zeitbezogene Wort ist hier ξεκίνημα = Aufbruch zu neuen Ufern? Neubeginn? (Hallo, Myriade!) Im Zeitungsartikel geht es ganz banal um den Besuch eines Derbys der lokalen Mannschaft.

Manche behaupten ja, wir lebten in aufregenden Zeiten. Doch wenn ich mir die Themen des Lokalblättchens betrachte, kommt mir die Zeit recht gewöhnlich vor: Behördenkram, Finanzierungsfragen, ein Mord, ein Gesetzesentwurf, ein Fußballereignis. Keine großen Themen, aber man spürt das ganze brodelnde Hier und Jetzt einer Kleinstadt-Gesellschaft.

 

 

 

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Gartenblicke

Ich bin keine Gärtnerin, lasse gerne der Natur ihren Lauf. Manchmal tadle ich mich deswegen, mache auch den einen und anderen gärtnerischen Anlauf, dann wieder gefällt mir gerade das Unaufgeräumte und Naturbelassene meines Gartens. Das Licht des Südens macht eh alles schön.

Hier ein paar Blicke in den Vorgarten, der zugleich Spielfeld und Futterplatz der Katzen ist. Die Lumpen dienen den Katzen als Unterlage, hier hängen sie zum Trocknen auf.

Schräges Licht und Spontan-Blüher im dürftigen Boden unter der Pinie. Über das kleine Fenster kann ich das Atelier lüften.

Olivenbaum, wilder Orangenbaum und eine abstrakte Skulptur, die ich einst aus vom Hausbau übrig gebliebenen Steinen schichtete.

Vorhin ging ich raus, um ein bisschen zu jäten, doch dann packte mich meine gewöhnliche Zögerlichkeit. Das Lungenkraut, das so kräftig wuchert – vielleicht brauche ich das? – und die riesigen löwenzahnähnlichen Stauden – wen stören sie? Also fotografierte ich das „Unkraut“, anstatt es auszureißen…. Nun ja, irgendwann werde ich das meiste doch entfernen. Denn sonst geht die Tür des Holzkellers nicht mehr auf, und die Fliesen werden auseinander geprengt.

Auch die Blumen und Katzen haben es nicht eilig mit dem Ordnungmachen im Garten.

 

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Kalenderblätter 5-8. April. Emanzipation der geometrischen Elemente (2)

Wie schon geschrieben (hier), möchte ich im verrückten April den geometrischen Elementen der realistischen Zeichnung in einer zweiten Zeichnung erlauben, sich zu „emanzipieren“, d.h. Positionen und Farben nach ihrer Wahl anzunehmen. Zwei solche Versuche habe ich schon gepostet, zwei neue sind nun dazu gekommen.

Die Zeichnungen vom 5.-6. entstanden vor dem Kamin, die vom 7.-8. in der Küche. Ich zeichnete jeweils nach dem Abendessen, was grad auf dem Tisch stand.  Die Zeichnung vom 5.4. ist auf die vom 7.4. durchgeschlagen.

April 1-8 in der Übersicht:

 

 

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